#2 Jetzt wird es persönlich: Liebe, Zärtlichkeit und Sexualität

Shownotes

Beziehungsstrudel trifft den „Verlängerten“ – so heißt der mit heißem Wasser aufgegossene Espresso im Kaffeehaus. Und das passt perfekt, denn wie jede Beziehung ist diese Wiener Spezialität ein einzigartiges Original. Dieses Mal spricht der Psycho- und Sexualtherapeut Dr. Imre Marton Remenyi mit Moderatorin Birgit Eschbach über private Liebesbeziehungen und ihre Herausforderungen.

Auch im Privatleben gibt es, wie im Business, wichtige unterstützende Bindemittel für Beziehungen. Vor allem, wenn aus dem Verliebtsein Liebe wird und aus Paaren Eltern werden. Wie schafft man es auf lange Sicht, die gegenseitige Liebe, Lust und Beziehung – trotz aller Strudel – zu leben? Darum geht es in dieser unterhaltsamen und erkenntnisreichen Folge.

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Ihr Experte für Auswege aus dem Beziehungsstrudel: Dr. Imre Márton Reményi – Psychotherapeut und Coachhttps://www.viennamanagement.org https://www.leowien.com

Moderation: Birgit Eschbachhttps://www.linkedin.com/in/studiovenezia/

Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/

Transkript anzeigen

00:00:09: Willkommen zu Beziehungsstrudel in Liebe und Business.

00:00:13: Beziehungen verlaufen selten linear.

00:00:16: Sie drehen und wenden sich und ziehen uns in Dynamiken, in denen wir Orientierung verlieren oder feststecken.

00:00:22: Im Beruf wie im Privatleben.

00:00:24: Hier geht es um die Muster und Kräfte, die sich dahinter verbergen.

00:00:28: Und die Wege raus aus dem Beziehungsstrudel.

00:00:30: Hin zu mehr Klarheit, Ruhe und Verbindung.

00:00:41: Ja, willkommen zu Beziehungsstrudel, diesmal in der Liebe.

00:00:44: Der Gastgeber dieses Podcasts ist Dr.

00:00:46: Imre Remini, Psychotherapeut und Berater und ich bin Birgit Eschbach, Begleiter diesen Podcast wieder als Moderatorin.

00:00:54: Bevor wir in das Thema einsteigen, kommt unsere kleine Einstiegsrubrik, die Kaffeespezialität dieser Folge.

00:01:02: Ja.

00:01:03: Die Kaffeespezialität dieser Folge, die steht jetzt vor mir und erleichtert, dass es mir dadurch sowohl Bier gibt, dich als auch alle unsere Zuhörenden zu begrüßen.

00:01:16: Denn es steht vor mir ein Verlängerter.

00:01:21: Das dürfte allerdings in Deutschland nicht bekannt sein.

00:01:25: Das ist nicht bekannt?

00:01:26: Nein.

00:01:27: Die Basis bildet ein kleiner Mokka.

00:01:31: der in einer größeren Tasse serviert wird und daneben wird in einer kleinen Kanne heißes Wasser bereitgestellt und der Gast bestimmt, wie viel Wasser er zugießt.

00:01:45: Und das heißt, jeder Verlängerter ist anders.

00:01:51: Und das ist genau schon eine Einführung in unser eigentliches Thema, nämlich jede Liebesbeziehung ist anders.

00:02:00: Es gibt keine zwei Liebesbeziehungen, die wirklich exakt oder auch nur annähernd gleich sind.

00:02:09: Und das betrifft sowohl die beteiligten Personen als auch die Chemie, als auch die Abläufe.

00:02:18: Einfach das ganze Geschehen, das ganze Phänomen Liebe ist wirklich... Tausend Millionenfach unterschiedlich auf dieser Welt schon da gewesen und wird es auch ganz bestimmt noch weiter sein.

00:02:37: Imyre, das ist eine wunderschöne Einleitung, weil genau das.

00:02:41: Man kann nie sagen, das ist immer so oder von irgendwas anderem her schließen.

00:02:47: Jede Beziehung ist individuell und auch dieses Urteilen über verschiedene Beziehungsformen, finde ich, steht einem da so nicht an.

00:02:54: Deswegen ist das ganz großartig.

00:02:57: dass wir heute über ein Thema sprechen, was uns wirklich alle betrifft.

00:03:01: In der vergangenen Folge ging es ja um Beziehungsstrudel im Business und jetzt geht es um Liebe, um Nähe und um die Muster auch unserer privaten Beziehungen.

00:03:11: Ja, wir lernen diese Muster hauptsächlich von unseren Eltern und Kinder sind und auch wir als Kinder waren Lernmaschinen, Lernfreaks, wir wollten alles lernen, wir wollten alles können.

00:03:30: und das ist so bei Kindern, die wollen alles schon können und sind total frustriert, dass sie es noch nicht schaffen.

00:03:39: Und aus dieser Frustration heraus zu helfen, ist eine der wichtigen Aufgaben von Eltern, aber über Familie werden wir vielleicht ein Andermal sprechen.

00:03:49: Konzentrieren wir uns heute wirklich nur auf die Beziehung zwischen zwei Menschen, die einander gern haben, die irgendwie, man sagt bei uns, aber wahrscheinlich auch in Deutschland, aufeinander stehen.

00:04:05: Sagt ihr das auch?

00:04:06: Absolut.

00:04:07: Das sagen wir auch.

00:04:08: Das ist wirklich ein ganz gängiger Begriff.

00:04:12: Also man steht aufeinander und geht miteinander.

00:04:15: Das ist so...

00:04:18: Aber wie kommt es dazu überhaupt?

00:04:21: Wie kommt es zu dieser Begrifflichkeit?

00:04:23: Ja, ich glaube...

00:04:25: Oder meinst du, wie kommt es dazu, dass man aufeinander steht, wie das passiert?

00:04:30: Ja, ich kann mir nur vorstellen, dass es vom Barometer her kommt, wo ja auch Hochdruck und Tiefdruck angezeigt wird.

00:04:40: Und Hochdruck, das heißt, innen da... Brodeltels.

00:04:47: Da ist sehr viel Wärme vorhanden.

00:04:50: Da ist sehr viel Emotion, die zu der einen anderen Person fließt.

00:04:59: Und so cool lieben oder kühl lieben, das geht nicht.

00:05:06: Und daher auch unser Verlängerter mit dem heißen Wasser.

00:05:11: Das wird schon eine heiße Angelegenheit mit der Liebe.

00:05:15: Immer, du lebst in Wien und ich finde es so schön, dass wir unsere Podcast hören.

00:05:20: Mitnehmen in ein Café-Haus.

00:05:22: Unsere Gespräche sollen wirklich so klingen.

00:05:25: Das wird hier kein Pro-Seminar über die Liebe, sondern wir sitzen in einem schönen Café.

00:05:29: Du kannst uns gleich auch gerne mal sagen, was dein Lieblingscafé-Haus ist und ob du einen Tipp hast für Besucher.

00:05:35: Und wir sitzen dort, unterhalten uns über den Beziehungsstrudel und ihr dürft zuhören.

00:05:41: Und ihr habt das auch in der ersten Folge schon gemacht.

00:05:44: Hast du schon gutes Feedback bekommen?

00:05:45: zur Folge eins?

00:05:46: Ja, ich habe sehr, sehr viel gutes Feedback bekommen.

00:05:50: Es gab vor allem Anfragen aus Firmen von Führungskräften, wie sie denn konkret mit ihren Mitarbeitern besser umgehen können, wie sie bessere Gespräche und zwar nicht nur einzeln, sondern auch so mit Teams oder mit ihrem Führungskreis führen können, sodass nachher alle wissen.

00:06:15: was sie sollen und wollen und nicht dann nachher.

00:06:19: die großen Besprechungen stattfinden hinter dem Rücken des Chefs, was wir eigentlich, was hat er jetzt gesagt, wer kann diesen Oraclespruch denn lösen?

00:06:31: Und Klarheit geht vor Harmonie.

00:06:35: Das ist ganz toll, dass du so ein Feedback bekommen hast zu dieser ersten Folge schon und dass genau diese Zielgruppe auch darauf gestoßen ist.

00:06:43: würde mir vorstellen, wir machen mit dieser Struktur, die du uns in der ersten Folge gegeben hast, nämlich du hast so drei Bindermittel genannt, dass wir damit weitermachen und wir sollten deine Hörer auch wissen lassen, dass du promovierter Sexualtherapeut bist.

00:06:57: Also wir gehen richtig ran in das Thema, oder?

00:07:00: Ja, aber nur im Gespräch.

00:07:03: Wir werden da jetzt nicht konkret aktiv noch dazu in meinem Lieblingscafé.

00:07:11: Welches ist es denn?

00:07:13: Ja, das ist das Café Heiner in der Wollzeile, direkt fünf Minuten vom Steffansdom entfernt und das ist noch sein altes Café.

00:07:27: Da gibt es an der Wand Klingelknöpfe, da läutest du und dann kommt die Servierkraft in ihrer ganz eigenen Uniform, also die tragen noch so richtige Uniformen mit Rieschen und dergleichen und frag dich, was du denn gerne hättest.

00:07:49: Ist das herrlich.

00:07:50: Ja,

00:07:51: das ist doch toll, dass man nicht rufen muss, hallo Freude oder sonst irgendwas, sondern man drückt auf einen Klingelknopf.

00:07:59: Und das Heiner ist auch, wie es sich in Wien gehört, Hoftzuckerbecker.

00:08:05: Ja, ist Hoftzuckerbecker.

00:08:07: Und wie es sich für diese Kaffeehäuser so gehört, haben sie auch eine eigene Erfindung anzubieten und zwar die Kardinalschnitte.

00:08:19: Die haben sie erfunden und das ist ein ganz besonderes Gebäck und das mag ich jetzt gar nicht beschreiben.

00:08:26: Man kann ja das Rezept googeln oder hierher kommen und mit uns eine Kardinalschnitte neben einem verlängerten, verspeisen und genießen.

00:08:41: Find ich eine sehr, sehr gute Idee.

00:08:44: Das ist wirklich schön.

00:08:46: Und jetzt freue ich mich wirklich auch darauf, dass wir in unser Thema reingehen, dass wir über die Liebe, über Beziehungen sprechen.

00:08:57: Imre, du sagst ja schon, das Bindermittel Nummer eins für gelingende Beziehungen ist die Liebe.

00:09:04: Ja.

00:09:04: Und jetzt direkt mit der ersten Frage ran, was bedeutet Liebe denn aus deiner therapeutischen Sicht?

00:09:12: Aus meiner therapeutischen Sicht bedeutet es, dass da eine Person ist, der meine ganzen guten Wünsche, meine ganzen positiven Absichten, aber... auch meine Sehnsucht gehört.

00:09:31: Ich würde am liebsten dann, wenn ich eine Person liebe, den ganzen Tag und die ganze Nacht und die ganze Woche nur mit der verbringen und am liebsten gar nichts anderes mehr tun.

00:09:45: Also ich persönlich, ich gebe jetzt einfach etwas über mich preis.

00:09:51: Meine erste wirklich große Liebe hatte ich mit knapp achtzehn.

00:09:58: Und die war vier Jahre jünger, also die war vierzehn.

00:10:02: Und da war natürlich so im erotischen Sinn noch ein großes Tabu zwischen uns.

00:10:11: Aber ich saß bei meinem Abitur eine vierstündige Klausur aus Latein.

00:10:20: Und ich saß da vor mir hier.

00:10:25: Bild, ein kleines Automatenfoto, was man früher gemacht hat.

00:10:31: Ja, ja.

00:10:33: Und ich habe sicher eine Stunde nur auf dieses Bild gestarrt und alle anderen haben wie die Wilken um mich herum geschrieben.

00:10:41: und ich habe nur an sie gedacht und dieses Bild angesehen und mich auf den Abend gefreut, wann ich sie kurz natürlich, weil sie musste um zwanzig Uhr zu Hause sein, aber doch auf einen Kaffee, allerdings sie liebte die Melange, einladen durfte und wir miteinander dann hand in hand spazierend bis zu ihrem Haus gehen durften.

00:11:08: Das heißt, meine vierstündige Klausur dauerte nur drei Stunden, aber sehr trotzdem funktioniert und wir konnten danach feiern.

00:11:16: Das heißt,

00:11:17: meine

00:11:17: Liebe ist eine Emotion.

00:11:21: Ein Gefühl.

00:11:23: Und das ist vielleicht ganz wichtig für unsere Hörerinnen und Hörer zu wissen, dass Liebe als Gefühl zu unterscheiden ist von den Handlungen der Liebe.

00:11:38: Denn der Verstand soll dann entscheiden, was tue ich denn?

00:11:45: Ausliebe und die Liebe wird gelebt, durchaus auch mit dem Verstand.

00:11:55: Wir denken, wir haben eine Emotion, aber es muss ein kleiner Polster oder bei euch heißt das Kissen, glaube ich, dazwischen sein, ein psychischer Polster oder ein psychologisches Kissen, das Zwischen der Emotion, dem Gefühl, ich würde sie am liebsten umarmen und was weiß ich, was alles und den tatsächlichen Aktivitäten steht.

00:12:26: In dem Sinn, worauf hast du Lust jetzt?

00:12:30: Was möchtest du denn gerne machen?

00:12:32: Das heißt, diese in irrsinnige innere Begier, diesen Menschen will ich.

00:12:41: glücklich sehen, glücklich machen.

00:12:44: Ich als der große Held, aber auch von der weiblichen Seite, ich als die Prinzessin auf dem Turm, ich lasse meine Zöpfe runter.

00:12:56: Und er soll zu mir herauf klettern.

00:12:59: Und wir zwei werden eine wunderschöne Zeit, und zwar, bis das der Tod uns scheidet, miteinander verbringen.

00:13:07: Das sind jetzt drei, das hast du jetzt schon drei Stichworte für mich reingebracht.

00:13:11: Und ich möchte die gerne nacheinander aufdröseln.

00:13:14: Das erste ist, du hast gesagt, man möchte gerne vierundzwanzig sieben mit dem anderen verbringen.

00:13:20: Und die Fragen, die ich dir jetzt stelle, die sind.

00:13:23: Ja, sie sind natürlich auch aus meiner Erfahrung, aber sie sind auch aus dem, was ich beobachtet habe in meinem Leben, auch bei Freunden und Freundin.

00:13:32: Und sie sind auch ein kleines bisschen, von LinkedIn.

00:13:34: Dort habe ich heute gefragt, was darf ich immer denn für Fragen stellen?

00:13:38: Welche Fragen möchtet ihr hören?

00:13:40: Und jetzt gehen wir mal direkt rein in dieses Thema.

00:13:45: Halt ich für totales Risiko.

00:13:48: Du musst doch in der Beziehung, in der Liebe, Input von außen haben können.

00:13:52: Jeder muss seine eigenen Sachen haben, damit man sich wieder etwas zu erzählen hat.

00:13:57: Und diese Paare, die so symbiotisch aufeinander klucken und alles miteinander machen und Leben arbeiten und und und, da stehe ich immer fassungslos davor und frag mich, wo kommt denn da jetzt die Spannung her?

00:14:09: Du hast da vollkommen recht.

00:14:11: und bitte, hier ist schon ein gutes Beispiel für den Unterschied zwischen, was möchte ich denn aus Liebe?

00:14:19: und als anderes, was tue ich tatsächlich aus Liebe?

00:14:25: Mit anderen Worten, wie wird diese Liebe gelebt?

00:14:30: Und eine Dauerhafte und lang anhaltende Liebesbeziehung besteht aus Zusammenkommen und sich wieder entfernen und wieder zusammenkommen und sich wieder entfernen und aus dem Vertrauen, das dann aber erst später kommt, er kommt und sie kommt wieder.

00:14:53: Sie geht nicht auf ewig weg.

00:14:55: Es ist nur dieses an nähern und dann sich wieder entfernen.

00:15:02: Diese Spannung, die da entsteht, die Vorfreude auf die nächste Begegnung und all das ist das Innere, das Wichtigste Gewürz der Liebe.

00:15:13: Dann hast du ein zweites Bild gemacht, was mir sehr gut gefällt und wo ich vollkommen mit ihr da korb bin.

00:15:19: dass du gesagt hast, ich möchte, dass der andere glücklich ist.

00:15:22: Also, das Liebe bedeutet, den anderen strahlen zu lassen, dass es dem anderen gut geht, dass man gönnt, dass es von Herzen kommt und das Liebe kein Wettbewerb ist.

00:15:33: Der letzte Teil, den können leider vor allem die jungen Leute nicht so ganz leben, weil sie in diesem Wettbewerbsdenken überhaupt jetzt in unseren Zeiten, muss ich schon sagen, total drinnen sind.

00:15:50: Das heißt, der junge Mann glaubt, sie wird den besten.

00:15:58: und vergleicht sich deshalb mit den anderen.

00:16:00: Was habe ich denn zu bieten gegenüber denen, die mit einem Motorrad herkommen oder später mit einem Ferrari Maserati oder einfach nur einem tollen SUV, während ich mit meiner Klima-Ticketkarte, das kennt ihr glaube ich auch nicht.

00:16:24: Das ist also eine Karte.

00:16:26: Unser Deutschland-Ticket, vielleicht?

00:16:30: Ja, es ist

00:16:30: so ähnlich.

00:16:31: Ich kann auf allen Bahnen, allen Seilbahnen und auch allen Autobussen und Trams mit diesem Ticket fahren, ein Jahr lang.

00:16:42: Genau.

00:16:44: Da vergleicht man sich und dann vergleicht man sich körperlich.

00:16:48: Der andere ist ein bisschen größer, er hat größere Muskeln oder Er kleidet sich eleganter, modischer.

00:16:58: Das kommt bei den Mädels genauso.

00:17:01: Denkt bitte daran, zum Beispiel, wie auf einmal alle ... ihre Jeans beim Knie aufgerissen, aufgeschnitten oder was auch immer hat.

00:17:14: Ich muss auch meine Knie zeigen und für Mädels, ich muss unbedingt meinen Nabel zeigen zwischen kurzen Pulli und Hose, muss ich frei gehen.

00:17:26: Bei minus zehn Grad, das ist total ungesund.

00:17:30: Aber die anderen machen es, ich muss das auch machen.

00:17:34: Das ganze Make-up Spiel.

00:17:37: Ich saß heute eine Viertelstunde in der U-Bahn und gegenüber von mir saß eine junge vielleicht siebzehn-achtzehnjährige, die hat diese fünfzehn Minuten damit verbracht, ihre Augen Und zwar die Wimpern zunächst so richtig zu tuschen und dann die Augen richtig zu schminken.

00:18:01: Und sie hat das fünf, sechs, sieben Mal weggewischt und neu gemacht.

00:18:06: Und zwar das Spiegel war ihr Handy.

00:18:10: Also

00:18:10: sie hat tatsächlich die Kamera vom Handy eingeschaltet und sich da in ihrem eigenen Spiegelbild bemalt.

00:18:18: Gerade dass sie nicht das Handy bemalt hat.

00:18:20: Das wäre lustig gewesen.

00:18:23: Das heißt, der Wettbewerb ist drin.

00:18:25: Entschuldige.

00:18:27: Aber immer war der nicht.

00:18:28: Ich sehe das heute auch bei den Kindern meiner Freunde, dass ich denke, wow, die haben es viel, viel schwerer als wir früher, weil dieser Wettbewerb durch Social Media so unfassbar groß ist und weil man auch immer nur diese glossy, shiny Welt und die guten Bilder von sich zeigt und nicht die Bilder, an denen man nicht so gut ausschaut.

00:18:48: Ja, und dann heißt es immer, ach ja, das ist eben jetzt das Schlimme an Social Media.

00:18:51: Ehrlich, ich glaube, das war früher ganz genauso.

00:18:54: Wir haben auch irgendwie im Café gesessen und geschaut, was hat das Mädel an und wir haben uns verglichen.

00:19:01: Das ist ja auch irgendwie nett, finde ich, dass man, dass man so ein bisschen schaut, wie mache ich das Beste aus mir und wie wirke ich gut und wie gefalle ich.

00:19:09: Ich höre, dass ich auch zur Liebe mit dazu gefallen wollen.

00:19:12: Ja, natürlich.

00:19:13: Und das ist aber gleichzeitig auch etwas natürlich speziell Puberteres, aber auch Erwachsene wollen gefallen.

00:19:23: Und das haben wir uns behalten.

00:19:27: Wir sind vielleicht nicht so wild darauf, aus uns einen George Clooney oder einen Ich weiß nicht, wer heute für die Mädels gerade ein großes Vorbild ist, eine Kardashian oder sowas zu werden.

00:19:45: Ich hoffe und vertraue darauf, dass in einer Beziehung, und wir reden jetzt nicht nur einfach über flüchtige Liebe, Verliebtheiten, sondern in einer Beziehung tatsächlich dieser Übergang stattfindet, der seine Zeit braucht.

00:20:06: von der Verliebtheit zur Liebe.

00:20:12: Verliebtheit heißt, der andere oder sie ist einfach fantastisch, großartig von einem anderen Stern.

00:20:23: Und dann, mit der Zeit kommt man drauf, na ja, da sind auch ein paar weniger attraktive Züge an dieser anderen Person.

00:20:37: Das mag man vielleicht doch nicht so gern, aber weil man diese Person liebt, nimmt man sie in Kauf.

00:20:47: Und dann wird aus der Verliebtheit eine echte Liebe.

00:20:51: Das heißt, ich stehe zu dieser Person nicht nur, weil sie ideal ist, meinen Idealforstellungen entspricht, sondern ich stehe zu ihr, weil ich sie als Gesamtpaket liebe.

00:21:09: Das heißt, ja, ich sehe die... Mängelfehler oder wie man das bezeichnet, einfach die unerwünschten Eigenschaften und Eigenheiten der anderen Person und ich nehme sie einfach mit.

00:21:28: Du sagst mal, wenn das, das ist ja ein bestimmter Punkt, das ist ja am Anfang sagst du ja selbst, am Anfang ist alles Vanilla Sunshine und der Partner ist.

00:21:39: an dem stört einen gar nichts.

00:21:41: Der Bass Kast, der hat sich der Liebe mal wissenschaftlich genähert mit dem Buch, die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt.

00:21:47: Und er sagt, es gibt in Beziehungen statistisch gesehen zwei Phasen, eine nach sieben Monaten und eine nach zweieinhalb Jahren.

00:21:55: noch mal, wo sich das wandelt.

00:21:57: Und ich könnte, es hat auch was mit Hormonen zu tun, mit Oxytocin etc.

00:22:00: Es ist ja am Anfang wie ein Drogenrausch.

00:22:03: Und dann bist du aber nach... Ich sag jetzt mal, nach sieben Monaten siehst du diese ersten Mängel.

00:22:08: Und nach zweieinhalb Jahren ist nochmal eine Phase, wo du sagst, möchte ich wirklich mit diesen Sachen, die jetzt nicht so perfekt sind, lieben.

00:22:17: Kannst du das bestätigen, dass das etwas mit... Also, oder gibt es da eine gewisse Gesetzmäßigkeit, wo du sagst, naja, das ist in der Tat so, dass das nach X Monaten oder Jahren eine die Wandlung geschehen muss, dass ich sage, jetzt kann ich entscheiden, ist es wirklich der richtige Partner für mich, weil ich auch diese Schwachstellen akzeptieren kann.

00:22:38: Also ich stimme dir zu oder der Statistik, wie auch immer sie entstanden sein mag, dass nach ungefähr einem halben Jahr so eine Phase kommt, wo die Entscheidung fällt, bleiben wir zusammen oder trennen wir uns.

00:22:57: Und ja, mit anderen Worten.

00:23:00: Ist jetzt nach Ende der Verliebtheit auch noch Liebe möglich?

00:23:05: Oder hat dadurch, dass ich die Seiten des Partners, der Partnerin erkannt habe, die nicht zu meinem Idealbild entsprechen?

00:23:17: da auch das Gefühl, die Sehnsucht, die Zugewandtheit, all diese Gedanken von ich will diese Person glücklich machen, vielleicht auch mit dem egoistischen Touch, weil dann werde auch ich glücklich sein, wenn diese Person glücklich ist.

00:23:38: Das wird jetzt auf den Prüfstand gestellt, auf die Waage gelegt und manchmal fällt die Entscheidung gegen das weitere Zusammenbleiben aus, manchmal auch dafür.

00:23:53: Und wenn die Entscheidung für ein Zusammenbleiben gefallen ist, dann kommt in sehr vielen Beziehungen, irgendwann so nach ein bis eineinhalb Jahren so Wir ziehen zusammen, wir haben eine gemeinsame Wohnung und jetzt wäre es an der Zeit, ein gemeinsames Kind zu haben.

00:24:18: Ob das jetzt versehentlich passiert, ein sogenanntes passiertes Kind oder ob geplant spielt hier weniger eine Rolle.

00:24:30: Aber was da passiert, ist Folgendes.

00:24:34: Nach diesen ungefähr zweieinhalb Jahren ist das Kind vielleicht ein Jahr alt.

00:24:42: Und das Paar hat während der Schwangerschaft und während dieser Anfangszeit der Elternschaft vergessen, an der eigenen Paarbeziehung, an der Zweierbeziehung weiterzuarbeiten.

00:24:58: Die ist einfach verschwunden.

00:25:01: Hinzu

00:25:01: kommt immer, wenn eine Frau hat einfach in der Zeit nach der Geburt auch wirklich Hormone und Herz alles voll für das Kind.

00:25:10: Und da ist auch oftmals das Schwer für Männer zu sehen.

00:25:15: Jetzt ist auf das erste Mal Konkurrenz da.

00:25:17: Jetzt teile ich auf das erste Mal die Liebe.

00:25:21: mit jemand anders.

00:25:22: Und ich glaube, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen ist eine extrem schwierige Zeit in Beziehungen.

00:25:28: So schlimm sich das eigentlich erinnert, weil es gibt ja nichts Schöneres.

00:25:31: Aber ich denke auch, es könnte eine Challenge sein.

00:25:33: Zumindest ich habe es beobachtet.

00:25:36: Ja, das ist dann so.

00:25:37: Und wenn Kinder krabbeln können, dann kommen sie morgens um vier.

00:25:42: oder fünf, wann immer sie aufgewacht sind, in das Bett zu den Eltern und die Statistiken sagen, dass sie zu achtzig Prozent sich zwischen die Eltern legen.

00:25:54: Jetzt könnte man sagen, ja, sie wollen halt beide Eltern bei sich haben, eine andere Theorie sagt, sie wollen die Eltern Instinktiv natürlich daran hindern ein Schwesterchen oder Brüderchen zu produzieren, weil sie wollen die ganze Zuwendung, die ganze Liebe für sich allein.

00:26:14: Das habe ich auch noch nicht gehört.

00:26:15: Das ist auch ein spannender Aspekt.

00:26:17: Aber weißt du, da kommen wir jetzt mal direkt zu dem zweiten Bindermittel.

00:26:20: Und jetzt bin ich gespannt, weil ich glaube, das werden wir kontrovers diskutieren.

00:26:24: Imra, bist du bereit?

00:26:25: Ja,

00:26:25: ich bin bereit auch für kontroverse Diskussion.

00:26:29: Das zweite Mittel, das eine Beziehung.

00:26:33: bindet, ist Zärtlichkeit.

00:26:36: Und das heißt jetzt nicht nur in den Gedanken, sondern auch in Handlungen.

00:26:44: Und da gibt es gewisse Gewohnheiten, die sich, aber da bin ich schon beim dritten Bindermittel, aber Zärtlichkeiten, die eine bestimmte Bedeutung haben.

00:26:57: Ich hatte eine Klientin, die sagte, wenn mein Mann am Abend von der Arbeit nach Hause kommt und mir einen Kuss auf den Mund gibt, statt auf die Wange, dann weiß ich, heute Abend ist Sex auf dem Programm.

00:27:12: Und das heißt, es gibt so kleine Zeichen

00:27:18: für ...

00:27:19: Was will der andere?

00:27:22: Ob sie dann will oder nicht?

00:27:24: Und deshalb war sie in Therapie.

00:27:25: Das war ihm relativ uninteressant.

00:27:30: Hat ihn nicht interessiert.

00:27:31: Er war nur dann stinksaub, wenn es diesen doch bestellten und ihm zustehenden Sex nicht gab.

00:27:40: Und ja, Birgit, sag doch.

00:27:43: Jetzt machst du es mir schon schwer, weil ich wollte nämlich genau darauf hinaus, ich kenne Also, ich würde mal sagen, alle Paare, die zusammen sind, den gelingt das mit der Zärtlichkeit.

00:27:54: Was viele nicht gelingt, ist die Sache mit dem Sex nach Jahren.

00:27:59: Ich rede jetzt nicht von den ersten zwei Jahren.

00:28:02: Und deswegen habe ich gedacht, woher ist es echt Zärtlichkeit?

00:28:04: Das schaffen die, die ich beobachte, alle, die gehen noch händchenhaltend.

00:28:08: Und die schaffen auch so diesen, der Kurs abends, man kommt nach Hause, man geht morgens aus dem Haus.

00:28:14: Was viele nicht mehr schaffen, was möglicherweise nicht so viele zugeben, aber ja, kannst du auch was zu sagen?

00:28:24: Wie gelingt das, so bist du Sexualtyripoid, wie

00:28:27: gelingt das

00:28:28: nach vielen Jahren?

00:28:31: Es ist

00:28:32: überhaupt so wichtig, wie ich vermute.

00:28:33: Also ich würde sagen, es ist wichtig, weil wenn das nicht mehr stimmt, dann geht mir auch die Zärtlichkeit auf den Geist.

00:28:39: Also ich finde, die Lust muss da sein, egal wie lange und große Herausforderung ist es, das zu schaffen.

00:28:46: Was meinst du dazu?

00:28:48: Ja, die Lust ist notwendig für die ganzen sexuellen Aktivitäten.

00:28:54: Aber es beginnt schon viel, viel früher, denn es gibt viele.

00:28:59: Es ist natürlich hauptsächlich Frauen, weil die sich ja darüber offen beklagen.

00:29:04: Frauen, die sagen, Moment, zuerst müssten alle Dinge zwischen uns geklärt sein und dann kann es gute Sexualität geben.

00:29:13: Und die Männer sagen, wenn es gute Sexualität gäbe, dann hätten wir ja keine Probleme mehr.

00:29:20: Das heißt, was ist zuerst, die Hände oder das Ei?

00:29:26: Und stimmt es überhaupt?

00:29:27: Stimmt es überhaupt, Imre?

00:29:29: Muss man in Harmonie sein?

00:29:30: Ist nicht Sex in Unharmonie auch mega spannend?

00:29:34: Manchmal ja, aber das ist wirklich eine Einstellungssache.

00:29:38: Ich meine auch eine kulturelle Sache.

00:29:41: Ich hatte einen amerikanischen Universitätsprofessor, der sagte, wenn ich einmal zu spät nach Hause komme, dann sagt meine Frau, you are turned off for two weeks.

00:29:53: Das heißt, du kriegst zwei Wochen keinen Sex.

00:29:56: Du bist abgestellt für zwei Wochen.

00:29:59: Also Sexualität auch als Druckmittel.

00:30:03: kann leider verwendet werden und es ist aber aus meiner Sicht ein Missbrauch dieser wunderbaren Fähigkeit, zu der wir Menschen nun einmal wirklich zurückgreifen können oder auch vorgreifen können.

00:30:21: Aber es muss einvernehmlich sein.

00:30:25: Es muss für beide passen und das heißt immer mehr wird es schwierig.

00:30:32: je länger man zusammen ist, eine zeitliche Gemeinsamkeit zu finden für das Entstehen gemeinsamer Lust, die dann gemeinsam gelebt wird.

00:30:46: Und das ist die

00:30:47: Herausforderung, ja?

00:30:48: Das ist

00:30:48: die Herausforderung.

00:30:49: Und dann kommt noch ein anderes dazu, nämlich, dass viele Frauen Sexualität in einem weiteren Kreis, in einem weiteren Begriff verstehen.

00:31:03: Das heißt, für sie ist es durchaus auch schon ein Teil der gemeinsamen Sexualität.

00:31:10: Ich sage es mal, ein schönes freundliches SMS in der Früh zu bekommen am Vormittag.

00:31:17: Hallo, mein Schatz, ich bin in der Arbeit und ich habe an dich gedacht.

00:31:21: Aber jetzt gehe ich wieder zur Arbeit zurück.

00:31:23: Das sind vielleicht fünfzig Zeichen, die man da tippselt und sie machen eine Wirkung.

00:31:32: Und das ist nun etwas, was wir brauchen in einer Beziehung, die Bestätigung, dass die Liebe noch immer da ist und die Bestätigung erfolgt durch Zärtlichkeit.

00:31:50: Und das kann ich jetzt, da kann ich jetzt voll mit dir gehen, da kann ich wirklich voll mit dir gehen, dass du sagst damit, dass... andere gelingt, braucht es eben diese Zärtlichkeit im Alltag.

00:32:01: Und wie du das sagst, es kann auch eine SMS sein oder, also SMS wird wahrscheinlich auch von den Jungen, wenn die gar nicht mehr kennen, aber die Nachricht, ja, dass man aneinander denkt.

00:32:11: Und dann ist das die Basis auch dafür, dass die Beziehung insgesamt gut funktioniert.

00:32:18: Da bin ich, da bin ich d'accord, da bin ich, gehe ich mit dir.

00:32:21: Dann wirst du vielleicht auch noch d'accord sein.

00:32:23: Entschuldige, das muss ich noch reinbringen.

00:32:25: Ja, gerne.

00:32:27: einer unterschiedlichen Auffassung über Sexualität, die ich in meinen Therapien regelmäßiger lebe, dass Frauen eben diesen weit gefassten Begriff von Sexualität haben, Händchen halten, ein liebevoller Blick.

00:32:43: Ich habe ein YouTube-Video gesehen, da geht ein Paar mitnebeneinander einen Key entlang.

00:32:51: Und irgendwann geht statt der Frau ein anderer Mann, nimmt die Hand des Mannes und geht mit ihm und er merkt es auf dreihundert Metern nicht, weil er nie hinüberschaut zu seiner Frau.

00:33:05: Und Männer hingegen haben meistens so die Auffassung Sexualität.

00:33:11: Das ist Gebrauch der Genitalien aus.

00:33:16: Ist das echt

00:33:17: so?

00:33:17: Ich finde das so krass.

00:33:19: Ja,

00:33:19: das ist leider

00:33:20: echt so und

00:33:23: ich mache den Männern daraus keinen Vorwurf.

00:33:25: Achtung, sie haben diese Erziehung genossen nicht einmal von ihren Eltern, sondern von ihren gleichhaltigen Freunden.

00:33:36: Wo es darum geht, gegeneinander anzugeben, wer hat schon einmal Sex gehabt und wie oft und wie viel und wie toll sind die Freundinnen und so.

00:33:48: Ich hatte die Geschichte gehört von einem Mann.

00:33:53: der seiner Freundin, bevor dem Besuch eines Cafés immer einen hundert Euro Schein in die Hand gab und sagte, du zahlst, damit meine Freunde sehen, dass du mich bezahlst.

00:34:09: Einfach nur, um den Eindruck zu erwecken, sie würde ihn aushalten.

00:34:17: Und aushalten... Jetzt nicht nur in dem Sinne für ihn zahlen, sondern aushalten auch im Sinn von ertragen.

00:34:27: Das wollte ich gerade

00:34:29: sagen.

00:34:30: Irgendwann klappt das nicht mehr.

00:34:33: Das heißt, die Zärtlichkeiten müssen einvernehmlich sein.

00:34:40: Ja, vielleicht werden sie im Alter etwas weniger, aber vielleicht auch etwas mehr und anders vor allem.

00:34:49: Und sie sind nach wie vor und immer und immer wieder eine Bestätigung der gemeinsamen oder gegenseitigen Liebe, der gegenseitigen Zugewandtheit und damit geben sie mehr Sicherheit dafür.

00:35:09: dass man im Alter jemanden hat, denn die Große...

00:35:14: Jetzt frage ich da auch noch mal rein.

00:35:16: Entschuldigung.

00:35:17: Ich möchte da noch mal hin, weil ich da eben vielleicht eben diese andere Meinung habe.

00:35:23: Jetzt haben wir diese Paare, die diese Zärtlichkeiten austauschen, die nebeneinander hergehen, Händchen halten, ist alles wunderbar.

00:35:29: Und die aber zehn Jahre keinen Sex hatten.

00:35:32: Alles, was ich beobachtet habe, ist, dass das egal, ob bei Männern, bei Weitlern, dass das irgendwann ausbricht, irgendwann ist... Ist da eine Sehnsucht nach etwas, was du in deiner Paarbeziehung nicht mehr hast?

00:35:45: Und deswegen bin ich der Meinung, das ist so wichtig darauf zu achten, dass das gut funktioniert.

00:35:50: Oder wenn es eben da nicht funktioniert, vielleicht auch zu sagen, okay, dann hat das was zu bedeuten.

00:35:57: Wie ist der Blick des Fachmanns darauf auf die Paradies?

00:36:02: dass eben zu einem auch betrieben, jetzt nicht über achtzigjährige, wir reden jetzt über vierzig, fünfzigjährige.

00:36:07: Wie ist der Blick darauf von dir?

00:36:10: Das entscheidende dafür bei ist nicht einmal so sehr das tun, sondern das darüber offen und ehrlich miteinander reden.

00:36:20: Und weil die Paare das zu Hause nicht können, kommen sie in die Paartherapie.

00:36:26: Und dort auf einmal hören sie ganz interessante Dinge, nämlich, dass die Frau auch möchte, aber anders.

00:36:37: Sie will umworben werden, auch mit Vierzig, auch mit Fünfzig, auch mit Achtzig.

00:36:43: Und das haben die Männer verlernt.

00:36:47: Warum?

00:36:49: Eine Frau gibt jeden Tag ihre Liebe als Neues.

00:36:55: Geschenk.

00:36:56: Ein Mann ist eher von der Auffassung, auch wieder aus Erziehung und Sozialisierung her, was ich einmal habe.

00:37:05: Das gehört mir und auf das habe ich Anspruch.

00:37:08: Das ist das sogenannte Kuh im Stallsymdrom.

00:37:11: Ja, genau.

00:37:13: Ja und deshalb ist es so wichtig zu reden darüber und gleichzeitig so peinlich, weil darüber redet man nicht.

00:37:21: Das ist ein Tabu.

00:37:23: Und der erste Schritt zu diesem darüber reden ist, eine gemeinsame Sprache zu finden.

00:37:31: Und oft haben die Paare nicht einmal eine gemeinsame Sprache für die einfachsten Dinge, wie für ihre Genitalien, wie für bestimmte Aktionen, die sie miteinander tun, die sie gerne haben.

00:37:47: Und da gibt es dann eben die Aufgaben, die wir, Sexualtherapeuten, nach und nach für die Kommunikation mitgeben.

00:37:59: Dass wir nämlich nachfragen, wie nennen Sie Ihre Genitalien?

00:38:05: Wie nennen Sie diverse gemeinsame und auch alleinige sexuelle Praktiken von der Masturbation?

00:38:15: über den Koitus, über Analverkehr oder was immer das Thema ist.

00:38:22: Und ich erinnere mich noch sehr gut an einen Bekannten von mir, der mit mir in einem Caféhaus saß und mein Telefon klingelte und mein Sohn war dran.

00:38:34: Und er fragte, sag mal, erklär mir das, was ist das, wie funktioniert das?

00:38:41: Und nachher sagt mein Bekannter, sag mal, mit wem redest du am Telefon über Analverkehr?

00:38:47: Und ich sage immer, mein Sohn hat mich gefragt, dann rede ich mit ihm drüber.

00:38:51: Also diesen Mut aufzubringen jetzt als Paar, aber auch als Eltern miteinander mit den Kindern über Liebe zu reden, über Zärtlichkeiten zu reden, weil die Kinder sind ja nie dabei.

00:39:10: Das machen wir alles im geschlossenen Schlafzimmer.

00:39:14: Und wann sind die endlich mal groß genug, dass sie weg sind?

00:39:19: Oder wie können wir sie einmal bei der Oma parken, um endlich die Legenheit zu haben?

00:39:25: Im Reis ist dann da auch dieser Druck, das hatte ich vorhin auch noch in dem ersten, wo ich gesagt habe, ich habe drei Sachen, drei Sachen, die du angesprochen hast, ist dann da nicht auch das Thema Erwartungshaltung Druck, nach dem Motto, jetzt ist es am Samstagabend, geht es bei der Oma, jetzt muss es passieren.

00:39:41: Genauso auch eben mit dieser, also dieses Liebe im Alltag, diese Tätigkeiten im Alltag.

00:39:46: Sind diese Erwartungshaltungen, die wir aneinander haben und an unsere Beziehungen haben, zu groß?

00:39:53: Ja.

00:39:54: Generell sind sie zu groß, weil das trifft jetzt nicht nur generell die gewonnenen oder organisierten freien Stunden, sondern das trifft auch zum Beispiel Urlaube, Feiertage, Weihnachten wird eine ganz große Herausforderung für sehr viele Menschen.

00:40:19: Wir glauben jetzt... Muss es passieren und das wird fantastisch.

00:40:25: Wenn wir uns aber darauf einigen, wir geben die Kinder zu den Großeltern und machen uns einen schönen Abend, was immer das heißt und beginnen mit einem schönen gemeinsamen Nachmittag.

00:40:44: Also nicht so, es muss jetzt zwischen zwanzig und einundzwanzig Uhr passieren.

00:40:49: Ja, ja.

00:40:50: Oder wie es, es gibt von einem... Sehr gut,

00:40:53: sehr gut dahin weiß, dass es den Tag schon schön zu gestalten, sehr gut.

00:40:57: Oder es gibt ein wunderschönes, ich weiß nicht, vor hundert Jahren geschrieben, Liebesbrief eines Bürokraten, der genau schreibt, siebzehn Uhr, Treffpunkt und so weiter.

00:41:11: Und am Ende PS... Es kann zu Zärtlichkeiten kommen.

00:41:18: Das heißt, einfach sich darauf einzulassen, wir machen uns regelmäßig schöne Abende, wo manchmal einfach auch zum Beispiel die Dinge, die ausgesprochen werden müssen, wo Missverständnisse noch immer ihre Nachwirkungen haben, endlich geklärt werden.

00:41:42: Viel Streitereien zum Beispiel werden von Paaren, die das regelmäßig machen, nicht so hektisch, nicht so heftig ausgetragen, weil beide Wissen.

00:41:55: am kommenden Samstag haben wir am Nachmittagzeit alles miteinander zu besprechen und danach machen wir uns einen schönen Abend.

00:42:06: Wir reservieren schon in irgendeinem Lokal einen Tisch oder wir kaufen Karten für einen Theaterstück oder einen Oper oder ein Konzert und dann haben wir noch die ganze Nacht für uns und auch den Morgen.

00:42:23: Weil es steht ja nirgends, wann Sexualität stattzufinden hat.

00:42:30: Sondern wir zwei finden es für uns.

00:42:34: Das

00:42:35: darf auch hell sein.

00:42:37: Das ist so eine schöne Überleitung zu dem dritten Bindermittel, dass du sagst, dieses Ritual, wir reden Samstag, wir haben Samstagzeit für einander und reden darüber, aber die Sachen, die liegen geblieben sind.

00:42:48: Du sagst ja, das dritte Bindermittel sind Gewohnheiten und da gehe ich sowas von mit dir da Korn.

00:42:53: Bin jetzt sehr gespannt, ich bin ein ganz großer Fan von Gewohnheiten.

00:42:58: Ich bin da jetzt sehr gespannt, wie du sagst, wie Gewohnheiten wirken.

00:43:03: Es könnte ja jetzt auch sein, dass der eine oder andere sagt, Gewohnheiten in der Beziehung, Gottes Namen wie grausam, wie langweilig.

00:43:11: Wie schaut es aus?

00:43:13: Wie sind sie stärkend oder schwächend?

00:43:15: Ich erlebe in allen Beziehungen, mit denen ich zu tun habe, Gewohnheiten als stärkend.

00:43:24: Und zwar, solange es Gewohnheiten der zwei Beteiligten sind und nicht Gewohnheiten die Bedürfnisse anderer erfüllen sollen, so wie jeden zweiten Sonntag fahren wir zur Oma ins Altersheim.

00:43:42: Das

00:43:43: ist keine Gewohnheit, die der Beziehung hilft, die die Beziehung stärkt.

00:43:49: Aber jeden zweiten Sonntag Haben wir miteinander ein Date, wie es modern heißt, sind wir miteinander verabredet und machen uns einen schönen Tag.

00:44:03: Und der kann, aber muss nicht in Sexualität, in Sex enden.

00:44:12: Und das ist das Schöne, das baut auch die Spannung auf, dass es brückeln, diese Lust.

00:44:19: Was bringt denn dieser wunderbare gemeinsame Tag heute?

00:44:24: Ja, ja.

00:44:24: Worauf haben wir denn beide Lust?

00:44:28: Das heißt, du sagst, es ist ein genauer Mix.

00:44:31: Es ist ja, dass die Gewohnheit des, wir haben regelmäßige Date Nights.

00:44:36: Aber du sagst auch, sie darf nicht so sein, dass man weiß, Date Night heißt, wir gehen zum Italiener.

00:44:42: Jeder weiß, was der andere ist, was er trinkt.

00:44:45: Nach dem Italiener gehen wir nach Hause, dann gucken wir an Netflix-Film und nach dem Netflix-Film und Sex gemacht.

00:44:51: Das ist genau diese Gradwanderung, die es...

00:44:54: Richtig.

00:44:56: Die Date Night, ja, war.

00:44:57: bitte anders und bitte ohne.

00:44:59: Ich weiß genau, was passiert und ich weiß genau, was er ist und ich weiß genau, zu welchem Italiener wir gehen.

00:45:03: Ja, genau, das geht es.

00:45:05: Diese Gewohnheiten müssen Gewohnheiten sein von beiden, die beiden angenehm sind und die Möglichkeiten schaffen für das gemeinsame Leben der Liebe zueinander und auch Möglichkeiten schaffen für Zärtlichkeit.

00:45:29: Und diese Zärtlichkeiten, die sind von Paar zu Paar dermaßen unterschiedlich.

00:45:35: Und im Endeffekt auch, wenn sie gelebt werden, dermaßen beglückend.

00:45:42: Sie haben so ein großes Potenzial, einander glücklich zu machen, auch nach zehn, zwanzig, dreißig plus Jahren gemeinsam gelebten Lebens, weil was einfach nicht abstumpft.

00:46:01: Das ist nicht wahr.

00:46:03: Wenn man sagt manchmal, wenn du es nicht verwendest, dann verlierst du es.

00:46:11: Das ist nicht wahr, sondern der Wunsch, die Sehnsucht ist vielleicht nur latent, aber sie ist immer da.

00:46:19: Und sonst wären wir nicht zusammen.

00:46:23: oder hätten nicht unsere Krisen.

00:46:26: Die Krisen drehen sich nicht so sehr darum, dass irgendein Verhalten auf einmal nach zehn, zwanzig, dreißig Jahren als Stören erlebt wird, sondern der ganze Frust an der Beziehung wird auf dieses eine Verhalten draufgehängt.

00:46:50: Und in Wirklichkeit geht es aber darum, ich spüre deine Liebe nicht mehr.

00:46:57: Ich spüre nicht mehr, dass du... dich mir zugehörig fühlst.

00:47:03: Weil der Alltag ist so aufgerüst.

00:47:04: Man funktioniert so als Paar.

00:47:07: Aber das

00:47:08: Besondere ist verloren gegangen.

00:47:11: Nein, es ist nicht verloren gegangen.

00:47:14: Es ist nur irgendwo weggeräumt in einem hinteren Raum, in einem hinteren, was weiß ich, Schuppen und muss nur wieder gereinigt, hervorgeholt, dann geputzt und angepasst werden.

00:47:30: Imre, es kam eine Frage auf LinkedIn, die an dich als den in Wien lebenden Sexual-Therapeutin geht, pass auf.

00:47:38: Wie war das damals bei Sissy und Kaiser Franz?

00:47:43: Bei Sissy und Kaiser Franz war es zunächst eine ganz, ganz große Liebe.

00:47:49: Die waren wirklich ein Traum- und Liebespaar.

00:47:54: Und haben einander kennengelernt, da war die Sissi noch ein kleines Mädchen.

00:48:00: Und dann haben sie auch geheiratet.

00:48:05: Ich habe jetzt nicht genau parat, wie groß der Altersunterschied war.

00:48:10: Aber Franz Josef ist geboren, meines Wissens, und wurde mit achtzehn Jahren nach den großen Revolutionen auf einmal und unerwartet Kaiser.

00:48:30: Und das ist... Ja,

00:48:31: ich habe es gerade geschaut.

00:48:33: Er war bei der Hochzeit XXIII, sie war XVI.

00:48:35: Er hat um die Fünfzehnjährige, muss man sich vorstellen, um die damals Fünfzehnjährige, also die Hand angehalten.

00:48:43: mit XVI, hat sie geheiratet.

00:48:45: Ja.

00:48:45: Und er war XXIII.

00:48:47: Er war XXIII, ja.

00:48:49: Und irgendwann haben die aber es nicht mehr geschafft, ihre Liebe wirklich zu leben, einfach weil er keine Zeit mehr für sie hatte.

00:48:58: Er musste kaisern.

00:49:00: Und da begann sie zunächst einmal, sich ihren Mädchentraum vielleicht Pferden zuzuwenden.

00:49:11: Sie war eine fantastische Reiterin und war auf dem Pferderücken quasi zu Hause.

00:49:18: war auch sonst für die damalige Zeit eine Ausnahme extrem sportlich, sportbegeistert.

00:49:26: Sie hatte wahrscheinlich als einzige Prinzessin überhaupt oder Kaiserin dann so ein Gitter zum raufklettern und sich festhalten und so weiter für Übungen in ihrem Sport Trainingszimmer.

00:49:45: Und nach und nach verloren sie einander leider aus den Augen.

00:49:53: und dann kam sie mehr zum repräsentieren.

00:49:59: und leider muss ich dazu sagen, spielte da die liebe Schwiegermama eine ziemlich negative Rolle, weil sie die Sissi nicht Mutter sein ließ.

00:50:13: Sie zwang dem jungen Rudolf eine Herz, herzögliche Erziehung auf, der musste schon mit zwei Jahren eine Uniform tragen, der hatte Privatunterricht und eine oder zwei oder drei Governanten, aber die Mama sehen durfte anders halten.

00:50:39: Und das war für beide schwierig.

00:50:41: Grausam, grausam.

00:50:42: Wir kennen ähnlich Geschichten aus dem Englischen Königshaus.

00:50:45: Das ist grausam.

00:50:46: Gott sei Dank sind diese Zeiten vorüber.

00:50:49: Das finde ich sehr schön.

00:50:50: Unsere Zeit geht langsam auch vorüber, lieber Emre.

00:50:53: Aber du hast einen Praxistipp noch mitgebracht zu einen kleinen Mokka-Impuls.

00:50:58: Ja, und zwar zunächst einmal die Frage, die sie sich überlegen könnten und sollten.

00:51:08: Und wenn Sie sich selber ernst nehmen, dann auch sich selber stellen, mit wem sprechen Sie offen über Ihre Gefühle.

00:51:22: Und wenn die Antwort sein sollte mit niemanden, Dann die dringende Empfehlung, bitte, finden Sie jemanden, mit dem Sie offen über Ihre Gefühle sprechen können, denn irgendwann verlieren Sie das Gefühl für sich selbst.

00:51:42: Wie geht es jetzt?

00:51:43: Im Grunde ist das, wenn ich da gerade reingehe, ist damit gemeint.

00:51:47: eine dritte Person, also nicht nur der Partner, mit dem man hoffentlich auch über seine Gefühle spricht.

00:51:52: Also

00:51:52: geht es darum, über die Bedeutung von einer dritten Person außerhalb oder?

00:51:56: Nein, es

00:51:58: gibt so manches überhaupt nicht, aber es gibt ja bei unseren Hörerinnen und Hörern sicher auch viele, die keine Partnerinnen oder keinen Partner haben.

00:52:07: Ja, so was von.

00:52:08: Und

00:52:09: für die ist es noch wichtiger, wenn sie überhaupt jemals in Erwägung ziehen, wieder in eine Partnerschaft zu gehen, zunächst einmal über ihre eigenen Emotionen, über ihre eigenen Gefühle Klarheit zu bekommen.

00:52:26: Und das geht viel, viel besser im Gespräch mit einer anderen Person, der man vertraut.

00:52:36: Das ist die Grundvoraussetzung, wem vertrauen sie, damit sie mit ihm, mit ihr offen über ihre Gefühle reden können.

00:52:46: Wenn es in der Partnerschaft und zum Thema wird, dann ist die Aufgabe eine etwas andere.

00:52:56: Und zwar sich zweimal in der Woche mindestens.

00:53:00: Aber zweimal in der Woche wäre schon sehr gut.

00:53:04: Zeit für so ungefähr fünfzehn, zwanzig Minuten Gemeinsamkeit.

00:53:10: Nicht unbedingt im Café-Haus, sondern vielleicht bei einem Spaziergang oder zu Hause bei einer Tasse Tee und in Ruhe gegeneinander zwei Fragen zu stellen.

00:53:25: Die erste Frage scheint komisch.

00:53:28: Wie geht es dir?

00:53:31: Und da will ich nicht hören gut, schlecht, naja, wie die anderen wollen oder sonst irgendwas, sondern welche Gefühle hast du in dir?

00:53:42: Und da ist es wichtig für uns alle zu wissen, dass niemand von uns nur ein Gefühl, nur eine Emotion insichert.

00:53:51: Wir haben immer einen bunten Cocktail an Emotionen.

00:53:56: Wir sind vielleicht traurig, aber auch zurzeit in freudiger Erwartung, dass was immer passieren wird und haben vielleicht irgendwelche Sorgen und haben irgendwelche kleinen Freuden, also eine bunte Mischung.

00:54:12: Die zweite Frage, die lautet und hier ausnahmsweise bin ich ein Freund des Konjunktips.

00:54:23: Was könnte ich ohne die Verpflichtung es zu tun?

00:54:28: Aber was könnte ich tun, damit es dir besser geht?

00:54:35: Das heißt nur Information und dann geht das in beide Richtungen und damit sind die zehn, fünfzehn, zwanzig Minuten wunderbar erfüllt.

00:54:47: Das erste Mal ist vielleicht ein bisschen holprig, weil wir es nicht gewohnt sind.

00:54:52: Aber beim zweiten Mal wissen wir schon, auf welche Fragen wir uns vorbereiten können.

00:54:58: Und dann beginnt eine spannende Zeit, nämlich wann wird vielleicht doch der eine oder andere Wunsch tatsächlich erfüllt.

00:55:09: Vom Partner, von der Partnerin.

00:55:13: Finde ich ein großartigen Tipp.

00:55:15: Lustigerweise habe ich den letztens auf Social Media gelesen zwischen Carsten Maschmayer und Veronica Ferris, die genau das auch zu ihren Ritualen Gewohnheiten machen.

00:55:25: Bei einer Sache darf ich dir ein letztes Mal widersprechen, mein Lieber Emre.

00:55:28: Du hast gesagt, mach das bei einem Spaziergang oder mach das zu Hause, mach das nicht im Caféhaus.

00:55:35: Da.

00:55:35: Ich würde es viel lieber im Café-Haus machen.

00:55:37: Ich finde es so schön, wenn man sich auch für den anderen mal wieder die Haare kämmt und die Zähne putzt und im Café-Haus setzt und aneinander begegnet.

00:55:45: Und es gehen mir viel zu viele Paare immer nur mit anderen aus und nicht mehr mit sich alleine.

00:55:51: Und auch so etwas, da hätte ich jetzt gesagt, ne, mach das ruhig mal, mach das ruhig mal ein Café-Heiner.

00:55:57: Das ist kein Widerspruch, Birgit.

00:55:59: Nur, ich weiß nicht, ob das Café-Haus ... Zumindest bei den ersten Malen, in Team genug ist, um dort, ohne dass gleich vom Negentisch der einen halben Meter weg

00:56:13: ist, die

00:56:14: zuhören, so ein offenes und ehrliches Gespräch miteinander zu führen.

00:56:19: Aber wo ich natürlich zustimme, aber das sind dann schon wieder andere Tipps für die Paarbeziehung, ist, unternehmt doch öfter etwas miteinander.

00:56:30: Geht aus, Meine Herren, beginnt wieder, um eure Frauen zu werben.

00:56:37: Meine Damen, beginnt wieder, euch für euren Mann schön zu machen, für euren Mann etwas nett herzurichten und nicht enttäuscht sein, wenn er es nicht merkt.

00:56:50: Ja, es ist nicht mehr gewohnt.

00:56:54: Ich glaube, wir haben noch Material für ganz viele Folgen.

00:56:56: Alleine das, was wir jetzt angesprochen haben.

00:57:00: Das ist schon, das ist auch noch ein spannendes Thema.

00:57:03: Das ist ganz toll.

00:57:05: Entschuldige, ein letztes.

00:57:07: Bevor du hier den Hand zudrehst, das ist genau das, was wir jetzt unseren Hörerinnen und Hörern vorgelebt haben.

00:57:21: Beziehung soll und darf Spaß machen.

00:57:27: Lernen sie wieder mehr, miteinander zu lachen.

00:57:30: Aber

00:57:31: sowas.

00:57:31: Das halte ich überhaupt für das allerwichtigste.

00:57:34: Da bin ich hundert Prozent dabei.

00:57:37: Und

00:57:38: Sie wissen am besten, worüber Ihr Partner lachen kann.

00:57:43: und bringen sie einander öfter zum Lachen.

00:57:46: Nicht unbedingt immer mit Kitzeln, aber mit netten Geschichten, Stories, was auch immer.

00:57:54: Aber... Das Lachen, das war doch am Anfang der Beziehung so schön.

00:57:59: Als sie einander kennengelernt haben, wieviel haben sie gelacht und gegluckst oder auch lauthals gelacht.

00:58:10: Bringen sie das wieder zurück in ihre Beziehung, in ihren Alltag.

00:58:15: Letzter Tipp jetzt auch noch von der Seitenlinie.

00:58:19: Lacht auch ein bisschen über die Schwächen des anderen.

00:58:20: Ich finde, wer mal das Ganze mit einem Augenzwinkern sehen kann und nicht immer mit dem großen Erzeigefinger, das ist auch eine enorme Hilfe.

00:58:28: Twinkle in the eye.

00:58:30: Ja, und lacht lächelt oder lacht auch bitte über eure eigenen Schwächen.

00:58:34: Ja, absolut.

00:58:36: Machen wir eine Folge zu.

00:58:37: Wir machen eine Folge zum Augenzwinkern.

00:58:39: Okay,

00:58:39: super, ich

00:58:40: freu mich.

00:58:42: Was wir auch machen können ist, dass die Hörer, wir switchen ja im Beziehungsstrudel zwischen Liebe und Business.

00:58:48: Was wir schon mal verraten können, wir zwei machen auf jeden Fall eine Folge zu den Herausforderungen, zum Strudel rund um die Weihnachtszeit, zu den Herausforderungen der Beziehungen der Familie.

00:58:59: Freut euch drauf, bleibt dran, abonniert unseren Podcast, immeres Podcast, nicht unseren.

00:59:04: Ja, der gehört schon uns.

00:59:07: Da spielt es so eine wichtige Rolle drin.

00:59:09: Liebe Birgit.

00:59:12: Wir geben einander die Hölzchen weiter und mit dir macht das wahnsinnig viel Spaß, obwohl wir nicht miteinander verheiratet, nicht miteinander in irgendwelcher Weise verbandet sind, außer über den Strudel, den wir gemeinsam servieren

00:59:33: und den

00:59:34: Kaffee dazu.

00:59:35: Sag so ist das.

00:59:36: Ganz lieben Dank, Embraer.

00:59:37: Bis zum nächsten Mal.

00:59:38: Bis

00:59:39: zum nächsten Mal, Biergitt.

01:00:08: Bis dahin.

01:00:09: Bleiben Sie achtsam und verbunden.

01:00:11: Und kommen Sie gut durch Ihre eigenen Beziehungstrudel.

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